Die Schule in Rheidt wird weiterhin als katholische Grundschule geführt.
Die CDU-Fraktion nimmt dieses Ergebnis zum Anlass, die Diskussion der vergangenen Wochen einzuordnen.
„Zunächst ist festzuhalten: Eltern haben selbstverständlich das Recht, ein solches Verfahren anzustoßen. Dieses Verfahren ist gesetzlich vorgesehen und Ausdruck gelebter Mitwirkung. Das respektieren wir ausdrücklich“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Dano Himmelrath.
Gleichzeitig habe die Diskussion gezeigt, dass die Frage der Schulform über den Einzelfall hinausgehe.
„In Niederkassel spielen christliche Träger in vielen Bereichen eine selbstverständliche Rolle. Das gilt für katholische Kindertagesstätten ebenso wie für caritative Einrichtungen, Angebote der Behindertenhilfe und Pflegeeinrichtungen“, so Himmelrath.
Auch die medizinische Versorgung sei eng mit christlichen Trägern verbunden. Viele Bürgerinnen und Bürger aus Niederkassel würden in den Kliniken in Troisdorf und Sieglar sowie im St. Josef Hospital in Bonn-Beuel behandelt.
„Diese Einrichtungen sind ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge in unserer Region.“
Die CDU betont zugleich, dass es legitim sei, sich kritisch mit den Kirchen auseinanderzusetzen.
„Es gibt gesellschaftliche Debatten und persönliche Fragen zum Glauben. Das ist selbstverständlich. Gleichzeitig sollte man den Beitrag kirchlicher Träger für unsere Gesellschaft nicht aus dem Blick verlieren.“
Aus Sicht der CDU habe die Diskussion auch ein wiederkehrendes Muster deutlich gemacht.
„Gerade im Bildungsbereich wird die Rolle christlicher Träger immer wieder besonders kritisch hinterfragt. Gleichzeitig werden ihre Angebote in anderen Bereichen ganz selbstverständlich genutzt. Diese selektive Haltung ist aus unserer Sicht zumindest erklärungsbedürftig.“
Kritisch sieht die CDU zudem, dass aus Teilen des politischen Spektrums wiederholt aktiv für entsprechende Umwandlungsverfahren geworben werde.
„Wenn gleichzeitig unbestritten ist, welchen Beitrag kirchliche Träger in Niederkassel in der Kinderbetreuung, in der sozialen Arbeit, in der Pflege und in der medizinischen Versorgung leisten, wirkt diese wiederkehrende Initiative zumindest widersprüchlich und in Teilen schwer nachvollziehbar“, so Himmelrath.
Die CDU erinnert in diesem Zusammenhang auch an die frühere Diskussion um die Förderschule St. Laurentius in Mondorf. Damals habe ein kirchlicher Träger zur Weiterführung bereitgestanden, politisch jedoch keine Mehrheit gefunden. Am Ende wird die Schule geschlossen.
„Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, solche Debatten nicht nur im Einzelfall zu führen, sondern auch die grundsätzliche Bedeutung konfessioneller Angebote für unsere Bildungs- und Soziallandschaft im Blick zu behalten“, so Himmelrath.

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