07.06.2011 - Gemeinde/ Stadt
Alternativen für Slipanlage werden geprüft
Bootseinsetzstelle aus Sicherheitsgründen nicht mehr Gegenstand der Planungen für Neugestaltung des Mondorfer Rheinufers. Niederkassel (np) - Der Bauausschuss der Stadt Niederkassel hat in seiner Sitzung Anfang Februar einstimmig beschlossen, dass beim zweiten Bauabschnitt der Neugestaltung des Mondorfer Rheinufers auf die Planung einer Bootseinsetzstelle verzichtet werden soll. Dies hat bei einigen Betroffenen Unverständnis hervorgerufen. Es sei jedoch keineswegs so, dass die Kommunalpolitik eine Bootseinsetzstelle an diesem Standort grundsätzlich ablehne, so der Vorsitzende des Bauausschusses Nico Pestel (CDU). Laut ihm hätte der Ausschuss es sehr begrüßt, wenn die Planung der Bootseinsetzstelle an gleicher Stelle wie bisher darstellbar gewesen wäre. "Eine solche Anlage passt natürlich grundsätzlich hervorragend an das Mondorfer Rheinufer. Allerdings wurden im Ausschuss Sicherheitsrisiken insbesondere für Fußgänger und Radfahrer thematisiert, die durch das Rangieren mit Bootsanhängern entstehen würden. Dies und weitere Nachteile haben letztlich zu der Einsicht geführt, dass die Bootseinsetzstelle nicht mehr Gegenstand der Planungen für das Rheinufer sein soll," so Pestel zu den Beweggründen für die Entscheidung der Politik. In der gestrigen Sitzung des Bauausschusses berichtete der Erste Beigeordnete Helmut Esch von einem Gespräch der Verwaltung mit zwei der Petenten. Dabei seien die Probleme bei der Planung und somit die Begründung der Ausschussentscheidung von diesen durchaus nachvollzogen worden, berichtete Esch. In dem Gespräch seien zudem zwei alternative Standorte diskutiert worden, an denen Boote zu Wasser gelassen werden könnten. Davon wurde einer von den Wassersportlern selbst vorgeschlagen. "Beide würden sich in geringer Entfernung vom Rheinufer befinden und die Verwaltung wird sie nun auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüfen", so Esch. Dies wurde von Seiten der Kommunalpolitker sehr begrüßt. Ursprünglich war eine Bootseinsetzstelle unmittelbar neben der sogenannten "Rheinterrasse" Gegenstand des Planungskonzeptes für das Mondorfer Rheinufer, dessen erster Bauabschnitt zwischenzeitlich fertig gestellt ist und der zweite nach dem Pfingstfest 2011 beginnen soll. Im Rahmen der Erarbeitung der detaillierten Ausführungsplanung durch das beauftragte Ingenieurbüro hat sich die Notwendigkeit ergeben, die Anlegung einer Bootseinsetzstelle nochmals zu überdenken. Dagegen sprachen die notwendige Verlegung der bestehenden Anlage wegen der Nähe zum Anleger der Bonner Personen-Schifffahrt. Zudem hätten kaum Parkmöglichkeiten für Bootsgefährte eingeplant werden können. Eine Alternativplanung hätte zudem Mehrkosten in Höhe von rund 60.000 Euro verursacht und wäre wegen der Länge des Bauwerks sowie der starken Neigung auch technisch schwierig umsetzbar gewesen. Schließlich würde von der Bootseinsetzstelle wegen zunehmenden Verkehrsaufkommens ein Gefahrenpotenzial für Fußgänger und Radfahrer ausgehen.
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