Niederkassel (np) - Einen erfreulichen Sinneswandel konstatiert die CDU-Fraktion im
Niederkasseler Stadtrat bei der SPD in Sachen Schulpolitik. Nachdem die
Sozialdemokraten eine alternative und flexible Betreuungsform für Grundschulkinder
bisher aus ideologischen Gründen grundsätzlich abgelehnt und die Offene
Ganztagsgrundschule (OGS) als einzige zu favorisierende Betreuungsform propagiert
hatten öffnen sie sich nun auch für flexiblere Lösung. Das gehe laut CDU-Fraktionschef
Marcus Kitz aus einer aktuellen Presseerklärung der SPD hervor: "Endlich stellen nun
auch die Kollegen von der SPD wie alle anderen Fraktionen den Bedarf der Eltern vor
ideologische Grundüberzeugungen", kommentiert Kitz die Kehrtwende.
Noch vor Kurzem hieß es von Seiten der SPD, dass die "Verbesserung der
Ganztagsangebote", also die OGS, unterstützt werde und der Halbtag als "rückständiges
Modell" zu betrachten sei. CDU-Fraktionschef Kitz: "Gegenwärtig schlagen die
Sozialdemokraten allerdings deutlich leisere und moderatere Töne an." So heiße es in der
aktuellen SPD-Mitteilung, dass "die jetzige Form der OGS nicht dem entspricht, was
moderne Familien benötigen. Allen voran sind die Zeiten zu unflexibel." Nico Pestel,
schulpolitischer Sprecher der Niederkasseler CDU: "Ich freue mich sehr, dass die SPD
nun auch auf den von uns eingeschlagenen Kurs in Sachen alternativer Betreuung
eingeschwenkt ist und fordere sie auf, gemeinsam mit uns an einem Strang zu ziehen, um
trotz der angespannten Raumsituation an einigen Grundschulen im Sinne von Eltern und
Kindern das Betreuungsangebot breiter aufzustellen."