19.01.2011 - Kreis
CDU: Bedarf für Übermittagbetreuung bestätigt
An allen fünf Niederkasseler Grundschulen besteht für die künftigen Erstklässler ein Bedarf für eine Übermittagbetreuung. Das ist das Ergebnis einer Elternbefragung der im Sommer einzuschulenden Kinder, die von der Stadtverwaltung durchgeführt und inzwischen abgeschlossen wurde. Dies teilte Bürgermeister Stephan Vehreschild den Ratsfraktionen auf eine Anfrage der CDU hin mit. Demnach haben von insgesamt 233 Eltern, die einen ausgefüllten Fragebogen zurückgeschickt hatten, 86 angegeben, dass sie sich nicht für das bereits bestehende Modell der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) entscheiden würden, sondern eine Übermittagbetreuung zwischen 11.30 und 13.30 Uhr bevorzugen. Dabei konnte differenziert werden, ob dieser Wunsch nur an Wochentagen zwischen Montag und Donnerstag oder zwischen Montag und Freitag bestehe. Dieser Bedarf verteilt sich gleichmäßig auf alle fünf Grundschulen, an jeder sind es zwischen 15 und 19 Kinder. Somit ergeben sich auch angemessene Gruppengrößen. CDU-Fraktionschef Marcus Kitz: "Damit wurde unsere Position bestätigt: Es gibt eine ausreichende Zahl von Eltern, die ein anderes Betreuungsangebot als die OGS wünschen. Dem wollen wir nun nachkommen und vorschlagen, eine Übermittagbetreuung in Abstimmung mit Schulen und dem Trägerverein Betreute Schulen ab dem kommenden Schuljahr einzurichten, sofern die Raumkapazitäten dies zulassen." Ein entsprechender Raumplan, den der Schulausschuss in seiner letzten Sitzung angefordert hatte, wird derzeit von der Stadtverwaltung erarbeitet. "Wir sind uns vollkommen darüber im Klaren, dass dies zu organisatorischen Änderungen des Schulalltags führen wird. Regulären Unterricht, OGS und Übermittagbetreuung unter einen Hut zu bekommen ist für die Schulleitungen eine Herausforderung. Wir sagen ihnen aber unsere Unterstützung zu, um im Sinne von Kindern und Eltern eine Verbesserung unserer Betreuungslandschaft zu erreichen", so Kitz. Gleichzeitig wolle die CDU aber auch die OGS stärken, betont Kitz. "Neben den Eltern, die eine kürzere und flexiblere Betreuung als die OGS wünschen gibt es auch solche, die längere OGS-Zeiten über 16.00 Uhr hinaus wünschen. Auch diesem Bedarf wollen wir entgegen kommen." Daher habe er Bürgermeister Vehreschild die volle Untersützung seiner Fraktion zugesagt, die OGS bis 16.30 Uhr auszudehnen. Einen entsprechenden Vorschlag wolle er dem Schulausschuss in der kommenden Sitzung unterbreiten. Das erfuhr die CDU-Fraktion in einem Gespräch zur Zukunft der Betreuung von Grundschulkindern. Darüber hinaus sei man hocherfreut, dass ab dem kommenden Schuljahr eine vierte OGS-Gruppe an der Katholischen Grundschule Lülsdorf eingerichtet werden könne. Dafür würden Räumlichkeiten angemietet. CDU-Fraktionsvorsitzender Kitz: "Das unterstreicht, dass der Zuspruch zur OGS nach wie vor ungebrochen ist und dass eine von uns verfolgte zusätzliche Übermittagbetreuung kein Ersatz für, sondern vielmehr eine Ergänzung zur OGS darstellt."