17.02.2011 - Gemeinde/ Stadt
Weg frei für Übermittagbetreuung
Der Schulausschuss der Stadt Niederkassel hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass ab dem kommenden Schuljahr an allen Grundschulen eine Übermittagbetreuung (ÜMI) eingeführt werden kann. Voraussetzung dafür ist, dass jeweils ein geeigneter Raum vorhanden ist sowie eine ausreichende Zahl an Anmeldungen vorliegt. "Damit ist der Weg für die von uns geforderte ÜMI praktisch frei", stellt CDU-Fraktionschef Marcus Kitz fest. "Denn trotz teilweiser knapper Raumkapazitäten ist es an allen Schulen möglich einen Raum für ein ÜMI-Angebot zur Verfügung zu stellen", so Kitz weiter. Darüber hinaus habe eine Befragung der Eltern künftiger Erstklässler ergeben, dass es an allen fünf Standorten im Stadtgebiet Niederkassel ausreichend Interessenten gebe. CDU-Fraktionsvorsitzender Kitz: "Wir freuen uns sehr, dass unsere Bemühungen um eine alternative und flexible Betreuung an den Niederkasseler Grundschulen nach langen und intensiven Vorberatungen nun endlich zu einem positiven Ergebnis geführt haben." Bedauerlich sei lediglich, dass die SPD als einzige Fraktion gegen mehr Flexibilität gestimmt hätten. Auf Vorschlag der CDU-Fraktion besteht nun auch für die Offene Ganztagsgrundschule (OGS) die Möglichkeit, diese bis 16.30 Uhr auszuweiten und gleichzeitig auch flexibler zu gestalten. Einstimmig hat der Schulausschuss beschlossen, dass es den Grundschulen künftig freigestellt wird, ob sie an der bisherigen Struktur der OGS (Ende um 16.00 Uhr an allen 5 Werktagen) festhalten wollen oder ob sie sich für eine Flexibilisierung entscheiden. Letztere Variante sieht vor, dass das Ende von Montag bis Donnerstag variabel zwischen 15.00 und 16.30 Uhr gestaltet wird (freitags bis 16.00 Uhr). Das Ende der OGS des einzelnen Kindes richtet sich danach, wie viele und welche Angebote gebucht werden. Damit legen sich die Eltern für ein Schuljahr verbindlich fest. Die CDU-Fraktion habe sich in den Beratungen stets offen gezeigt für eine Ausdehung der OGS über 16.00 Uhr hinaus, so ihr schulpolitischer Sprecher Nico Pestel. Allerdings hätte eine reine zeitliche Ausdehnung Mehrkosten von 15 Euro pro Kind zusätzlich zum Regelbeitrag von 87 Euro monatlich mit sich gebracht. "Das empfinden wir als deutlich zu teuer und haben daher kreative Lösungen entwickelt, um die Zusatzkosten zu drücken", so Pestel weiter. Erfreulicherweise könne die flexiblere Variante zum gleichen Gebührensatz von 87 Euro angeboten werden. Dafür werde die Morgenbetreuung der OGS ab 7.30 Uhr allerdings aus dem Basisangebot der OGS herausgenommen und nur noch gegen einen Zusatzbeitrag angeboten.